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BergenEine der Metropolen des Landes und zweitgrößte Stadt ist Bergen. Mit ihren etwa 230 000 Einwohnern würde sie hierzulande (in Deutschland) eher zu den Städten mittlerer Größe zählen. Gegründet wurde die Stadt übrigens 1070. Die Stadt liegt direkt an der westlichen Küste im Süden des Landes. Die Häuser schmiegen sich an den Fløyen an, den städtischen Berg, auf den man bequem mit der Fløi-Bahn, eine Kabelbahn, deren beiden Züge sich gegenseitig hoch- und herunterziehen, hinauffahren kann. Von oben hat man eine hervorragende Aussicht über die ganze Stadt und bis weit hinaus aufs Meer und die vorgelagerte Insel, sofern das Wetter gut ist. Häufig ist die Stadt jedoch in Regenwolken versunken, weshalb die Stadt auch den Beinamen „Hauptstadt des Regens“ genannt wird. Etwa 3000 mm Niederschlag pro Jahr machen deutlich, dass dieser Name gerechtfertigt ist. Ein Spaziergang durch die Altstadt versetzt einen wahrlich ins vorangegangene Jahrhundert. Man findet einige Häuser, die zu einem Museum umgestaltet wurden und mit den Originalmöbeln des 19. Jahrhunderts bestückt sind. In der alten Bäckerei, die man ebenfalls besichtigen kann, wird einmal im Jahr immer noch gebacken und zwar spezielle traditionelle Bretzeln, die bei den Leuten sehr beliebt sind. Auch das Haus von einem früheren Diplomaten kann man sich anschauen und erleben, wie die höher gestellten Persönlichkeiten und der Adel früher gewohnt und gefeiert haben. Die im 12. Jahrhundert erbaute Mariakirken (Kirche) ist das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt und war zwischen 1400 und 1776 im Besitz der Hanseaten. Damals wurde die Kirche auch „Tyskekirken“ (Kirche der Deutschen) genannt. Die Gottesdienste wurden damals nur in deutsch gehalten, nicht in norwegisch. In der direkten Nähe der Kirche ist das Bryggens Museum. Dort kann man die wohl größte Runensammlung der Welt anschauen und sich über die Geschichte der Hanse informieren. Es gibt noch weitere Museen in Bergen, wie z.B. das Lepramuseum, Hansemuseum, Kunsthistorische Museum, Seefahrtsmuseum und verschiedene Kunstsammlungen. Entgehen lassen sollte man sich auf keinen Fall den Markt (Torget) von Bergen. Hier kann man sämtliche Meeresfrüchte und Fischarten sehen und auch kaufen, die die Nordsee vor norwegens Küste zu bieten hat. Unter anderem auch die gigantischen Riesenkrabben, die sich immer weiter verbreiten. Frischer als hier bekommt man seinen Fisch fast nirgendwo. Allerdings muss man feilschen. Die Preise sind oftmals maßlos überteuert und gerade auch Touristen werden hier häufig abgezockt. Wenn man vom Hafen in Richtung Stadt läuft, kommt man unweigerlich an den schönen bunten Bryggen vorbei – das sind die ehemaligen Händler-Häuser im Hafen von Bergen. In den meisten dieser Bryggen befinden sich heute kleine Läden, vor allem natürlich auch Souvenier-Shops mit Unmengen an kleinen und großen Trollen in allen Varianten (Anhänger, Figur, Magnet, T-Shirt...). Weiter in Richtung Hafenbecken und auswärts von Bergen liegt die Festung Bergenhus, ihr vorangelagert der Rosenkrantztårn, ein Wehrturm. Die Räumlichkeiten können besichtigt werden. Erbaut wurde der Turm in der Mitte des 16. Jahrhunderts. In der Festung selbst kann man die Håkonshalle bewundern. Sie wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Die Architektur ähnelt der britischen Bauweise zu dieser Zeit. Die Festung ist zwar interessant, aber nicht zu vergleichen mit anderen Festungen, die man vielleicht aus Großbritannien oder Frankreich und Deutschland gewohnt ist. Es gibt sicherlich noch einiges mehr in Bergen zu entdecken. Mit ein wenig mehr Zeit, kann man noch einige Stellen entdecken, die der 08/15 Tourist nicht sieht. Man sollte sich die Zeit nehmen (und einen Stadtplan!) und gerade auch mal durch die kleinen, verwinkelten Gassen spazieren. Dort kann man viele interessante Läden und Cafés entdecken.
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