Geirangerfjord

Der Geirangerfjord (das „ei“ wird wird langgezogen gesprochen, nicht wie in „nein“ als „ai“) ist wohl der bekannteste und meistbesuchte norwegische Fjord.

Geiranger ist jedoch nur der allerletzte Abschnitt (ca. 15 km) eines sehr viel größeren Fjordes, des Sunnylvsfjords, welcher vom Storfjord abzweigt. Entlang des Geirangerfjordes strömen viele kleinere und größere Wasserfälle ins Wasser hinein, so dass das Wasser im Fjord selbst – obwohl mit dem Meer verbunden – nicht ganz so salzig ist, wie die Nordsee. Die bekannteste Wasserfallgruppe nennt sich „De syv søstre“ (Die sieben Schwestern).

Entlang des sehr steilen Ufers des Fjordes sieht man immer wieder kleinere Hütten, wo man sich fragt, wie die Leute hier nur wohnen konnten/können und wie sie dort hin gelangen. Aber gerade im Sommer ist das Klima sehr mild und der Tag lange hell, so dass man selbst am Hang noch gut Gemüse und vor allem Obst anbauen kann. Die Hütten waren also vorwiegend kleine Bauernhöfe, die wirklich bewirtschaftet wurden. Die meisten der Hütten sind heute jedoch verlassen oder nur als Abenteuer-Ferien-Hütten zugänglich.

Besonders Kreuzfahrtschiffe fahren diesen Fjord sehr oft an, sowie die Schiffe der Hurtigruten, die dort regelmäßig (im Sommer täglich) halt machen. Aber auch mit der Autofähre von Hellesylt nach Geiranger kann man einen Ausflug in den Fjord unternehmen, wenn man vom Festland kommt und einen Tagesausflug machen möchte.

Allerdings kann man den Fjord auch vom Landesinneren erreichen. Von Ålesund aus dem Norden kommend fährt man entlang der Ørneveien (Adlerstraße) mit ihren zahlreichen Serpentinenkurven ins Tal hinab. Von Süden aus überquert man Strynefjell-Gebirge und fährt über die Geirangervegen ebenfalls mit zahlreichen Serpentinen und einem wunderschönen Ausblick zum Geirangerfjord hinab. Im Gebirge ist sogar im Hochsommer noch Schnee zu sehen. Die Pässe werden teilweise erst zum Mittsommer (22. Juni) wieder geöffnet und haben dann an den Straßenseiten noch bis zu 4 m hoch Schnee.

Die schönsten Aussichtspunkte auf den Fjord hat man von Dalsnibba, Ørnesvingen und Flydalsjuvet aus. Diese kann man gut erreichen, wenn man sowieso mit dem Auto in Norwegen unterwegs ist. Ansonsten gibt es auch Bustouren, die Touristen zu diesen Aussichtspunkten fahren.

Die Gegend um den Geirangerfjord eignet sich besonders gut zum wandern. Mit guten Wanderkarten, die man auch vor Ort erstehen kann, kommt man gut zurecht und kann sich nicht verlaufen. Ein besonderes Erlebnis ist es auch, sich ein Boot zu mieten und den Fjord vom Wasser aus zu erkunden. Man kann damit auch die verlassenen Bauernhöfe ansteuern und einen Blick dort hineinwerfen.

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